
ÖFFENTLICHE TAGESSCHULE KYBURG Kindergarten | Primarschule | Tagesbetreuung


Mit Beginn des Schuljahres 2007/08 nahm die Fachstelle für Schulbeurteilung den Betrieb gemäss neuem Volksschulgesetz auf und löste damit die Bezirksschulpflege ab. Die der Bildungsdirektion des Kantons unterstellte Fachstelle überprüft alle vier Jahre die Qualität der einzelnen Volksschulen im Kanton Zürich in pädagogischer und organisatorischer Hinsicht. Für die Qualitätssicherung sind die Schulen und Schulpflegen verantwortlich. Neben der schulinternen Qualitätssicherung dient auch die externe Beurteilung durch die Fachstelle der Schulbeurteilung dem Ziel, die Qualität der Volksschulen zu sichern und weiter zu entwickeln.
Im Zeitraum von Januar bis März 2008 wurde nun erstmals die Schule Kyburg nach der neuen Methode analysiert und beurteilt. Das Evaluationsteam der Fachstelle setzte dabei verschiedene Erhebungsmethoden zur Schulbeurteilung ein und hat die Wahrnehmungen von verschiedenen Schulbeteiligten berücksichtigt. So wurden u.a. alle Eltern mittels Fragebogen zu einzelnen Bereichen befragt, verschiedene Interviews mit Schülern, Lehrern und Eltern geführt, Schulstunden besucht und zahlreiche Dokumente (pädagogisches Konzept, Qualitätssicherung und Profil der Schule etc.) analysiert.
Vorstellung der Beurteilungsergebnisse
Das Beurteilungsteam hat im Mai 2008 das Ergebnis seiner Prüfung in einem umfangreichen schriftlichen Bericht zusammengefasst und darin auch Massnahmen und Hinweise zur weiteren Entwicklung aufgeführt. Die Eltern sowie die Schülerinnen und Schüler wurden anlässlich des Besuchsmorgens vom 17. Mai 2008 über die Resultate informiert. Dabei wurde u.a. auch eine schriftliche Zusammenfassung des Berichts abgegeben, welche im Schulsekretariat angefordert werden kann.
Bestnoten für die Schule Kyburg
Die Schulpflege Kyburg ist sehr zufrieden und stolz über das Resultat der Beurteilung. Nach Auskunft des Evaluationsteams wird die Benotung „sehr gute Schule“ selten erreicht und darf als ausserordentliche Leistung aller an der Schule Beteiligter interpretiert werden. Das Team und die Schulpflege fühlen sich in Stärken und Schwächen im Bericht erkannt und wahrgenommen. Viele Anregungen und Wahrnehmungen sind nicht neu, sondern begleiten die Schule schon längere Zeit im Rahmen von Qualitätssicherungs-Prozessen. Das Team und die Schulpflege sind sich der Herausforderung bewusst, die das Halten und Weiterentwickeln des hohen Niveaus der Schule Kyburg mit sich bringt und nimmt diese Herausforderung gerne an.
Planung und Umsetzung von Massnahmen
Die Entwicklungshinweise im Bericht haben Empfehlungscharakter und werden in das neue Qualitätssicherungspapier der Schule Kyburg für das Schuljahr 2009/10 aufgenommen. Die Entscheidung, welche Massnahmen daraus abgeleitet und in den kommenden Jahren umgesetzt werden, trifft die evaluierte Schule und ist durch die Schulpflege zu genehmigen. Die Umsetzung der getroffenen Massnahmen wird bei der Folgeevaluation (im Turnus alle vier Jahre) durch die Fachstelle überprüft.
Kernaussagen und Erläuterungen aus dem Evaluationsbericht
Die Qualitätsansprüche und die daraus resultierenden Beurteilungsgrundsätze wurden in fünf Kernbereiche eingeteilt und beurteilt. Nachstehend sind die wichtigsten Aussagen und Erläuterungen festgehalten. Im Bericht wurden Stärken und Schwächen zu jeder Aussage ausführlich kommentiert, was hier den Rahmen sprengen würde.
1. Lebenswelt Schule
„Die Primarschule Kyburg schafft mit einer klaren gemeinsamen Ausrichtung und geeigneten Massnahmen eine tragfähige Schulgemeinschaft“.
„Die Schule entwickelt unter Einbezug der Schülerinnen und Schüler angemessene Regeln zum Zusammenleben. Die Umsetzung gelingt gut“.
2. Lehren und Lernen
„Die Lehrpersonen gestalten den Unterricht in den altersdurchmischten Klassen und unterschiedlichen Lerngruppen anregend. Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Selbstständigkeit stark gefördert“.
„Der individualisierende Unterricht gehört zum Profil der Schule und ist auf sehr hohem Niveau umgesetzt. Die Lehrpersonen werden den individuellen Möglichkeiten der Kinder gut gerecht“.
„Die Lehrpersonen sorgen für ein lernförderndes und störungsfreies Klassenklima und leiten die Kinder zu guter Arbeitshaltung an“.
„Die Lehrpersonen machen sowohl die Lernziele als auch die Kriterien für den Grad der Zielerreichung transparent. Die Massstäbe und Methoden der Beurteilung sind sehr nachvollziehbar und fair“.
3. Führung und Management
„Die an der Schule Beteiligten sorgen gemeinsam für eine gute Organisation des Schulalltags sowie für eine gezielte inhaltliche Weiterentwicklung ihrer Schule“.
„Reflexion und Überprüfung gehören in Kyburg zur Schulkultur. Die Schule hat sehr gute Grundlagen geschaffen für eine systematische Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung“.
„Die Schule informiert die Eltern sehr gut über das schulische Geschehen, aktuelle Entwicklungen und den Unterricht. Es bestehen gute Formen der kindbezogenen Information, die Zufriedenheit der Eltern damit ist jedoch unterschiedlich“.
4. Sprachförderung Deutsch
„Die Schule fördert die Freude der Kinder an der Sprache und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit gezielt und wirkungsvoll“.
„Die Lehrpersonen unterrichten die wichtigen Bereiche der Sprachförderung sehr systematisch und durchdacht“.
„Die Sprachförderung ist in hohem Mass zielorientiert und individualisiert“.
„Lehrpersonen und Kinder sprechen auf der Primarstufe konsequent Standardsprache“.
„Die Lehrpersonen pflegen einen fachlichen Austausch über die Sprachförderung Deutsch und entwickeln die Praxis kontinuierlich weiter. Es bestehen gemeinsame Lernziele, Unterrichtsbausteine und Unterrichtsmaterialien“.
5. Beurteilung der Schülerinnen und Schüler
„Das Schulteam orientiert sich in seiner Beurteilungspraxis in beispielhafter Weise an formulierten Lernzielen. Diese basieren auf dem Lehrplan der Volksschule und auf einer stufenübergreifenden, sorgfältigen Aufarbeitung desselben“.
„Das Schulteam sorgt dafür, dass das Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten sehr systematisch reflektiert und differenziert beurteilt wird“.
„Die Lehrpersonen machen sowohl die Lernziele als auch die Kriterien für den Grad der Zielerreichung transparent. Die Massstäbe und Methoden der Beurteilung sind sehr nachvollziehbar und fair“.
„Die stufengerechte Selbstbeurteilung der Schülerinnen und Schüler wird intensiv gepflegt. Dadurch fördert das Schulteam das Lernen und das Selbstvertrauen der Kinder“.
„Die Lehrpersonen besprechen die Beurteilungen und deren Konsequenzen in beispielhafter Weise mit den Schülerinnen und Schülern. Die Eltern können sich durch die Lerntagebücher oder durch Gespräche mit den Lehrpersonen jederzeit über die aktuellen Ziele und den Stand ihres Kindes orientieren“.
„Das Schulteam hat eine Beurteilungskultur geschaffen, die von Transparenz geprägt ist. Die Vergleichbarkeit der Beurteilung ist in hohem Mass gewährleistet“.